Fragen und Antworten zu Bildungsrahmenplänen

Was ist das Ziel des Forschungsvorhabens?

Zuletzt aktualisiert am 27.06.2018 um 09:26 Uhr

Ziel des Forschungsvorhabens ist die begleitende Evaluierung harmonisierter Bildungsrahmenpläne (hBRP), anhand derer in der zweijährigen Maßnahme des Berufsbildungsbereiches (berufliche) Handlungskompetenzen als Vorbereitung für eine weiterführende Berufsausbildung oder eine Beschäftigung mit Blickrichtung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Welche Aspekte werden wissenschaftlich evaluiert?

Zuletzt aktualisiert am 27.06.2018 um 09:27 Uhr

Auf folgende Fragen soll die Evaluation Antworten geben:

  • Welchen spezifischen Zielgruppen – hinsichtlich verschiedener Heterogenitätsdimensionen – stellt sich der Berufsbildungsbereich der Werkstätten mit Hilfe eines individualisierten Bildungsangebotes auf der Grundlage von harmonisierten Bildungsrahmenplänen (hBRP)?
     
  • Welche strukturellen und prozessorientierten Rahmenbedingungen hält der Berufsbildungsbereich der Werkstätten vor, um ein individualisiertes und zieldifferentes Lehren und Lernen von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen
    • auf der Grundlage von hBRP?
    • auf der Grundlage von alternativen Qualifizierungs- und Bildungskonzepten (Vergleichsgruppe)?
       
  • Welche individuellen Bildungsverläufe bzw. welche Bildungsergebnisse können aufgrund eines Qualifizierungsangebotes auf der Grundlage von hBRP bei den Teilnehmern mit Behinderung identifiziert werden?

Wie läuft die Begleitforschung ab?

Zuletzt aktualisiert am 27.06.2018 um 09:25 Uhr

Das Projekt ist in Phasen aufgeteilt, die zyklisch aufeinander abgestimmt sind und die aus Arbeitspaketen bestehen. Mit den einzelnen Phasen soll die Datengrundlage zur Beantwortung der Forschungsfragen generiert werden:

  • spezifische Lern- und Unterstützungsbedarfe von Menschen mit Behinderung zur Teilhabe an Beruflicher Bildung im Rahmen des Berufsbildungsbereiches von Werkstätten (Rehabilitanden i. S. des SGB III, § 19 / Förderkategorie III; Bundesagentur für Arbeit 2010b).
     
  • Struktur- und Prozessqualität von Angeboten zur Beruflichen Bildung für die umschriebene Zielgruppe im Rahmen des Berufsbildungsbereiches von Werkstätten auf der Grundlage der harmonisierten Bildungsrahmenpläne (hBRP)
     
  • Ergebnisqualität von Angeboten zur Beruflichen Bildung auf der Grundlage der hBRP – auf Basis individueller Bildungsverläufe der umschriebenen Zielgruppe

Nach welcher Methodik wird EvaBi durchgeführt?

Zuletzt aktualisiert am 27.06.2018 um 09:18 Uhr

Die Datengrundlage der Evaluation sollen ca. 20 Werkstätten liefern, von denen etwa 15 bereits in unterschiedlichen Stadien mit hBRP arbeiten. In einem ersten Schritt wird bis Anfang Mai 2018 eine repräsentative Stichprobe gebildet.

Die Auswahl der Modellwerkstätten erfolgt auf Basis von Daten der BAG WfbM. Zentrales Auswahlkriterium: zwei Berufsfelder pro Modellwerkstatt sowie die Beendigung des Durchlaufens des Berufsbildungsbereiches innerhalb der Projektlaufzeit. Die Auswahl der Berufsfelder (derzeit sind 14 Bildungsrahmenpläne harmonisiert) wird sowohl hinsichtlich der Bedarfe der Modellwerkstätten als auch mit Blick auf ihre Arbeitsmarktrelevanz getroffen. Als Vergleichsgruppe werden etwa fünf weitere Werkstätten herangezogen, die nicht mit harmonisierten Bildungsrahmenplänen arbeiten.


Für die Dauer des Forschungsprojektes wird vonseiten der Werkstätten jeweils ein Koordinator benannt, der für die Universität Würzburg den zentralen Ansprechpartner darstellt.

Eine Anonymisierung der gewonnenen Daten wird durch eine personenbezogene Codierung von Daten gewährleistet. Die wissenschaftliche Begleitung erhält lediglich die codierten Daten, so dass eine Zuordnung zu Einzelpersonen nicht möglich ist.

 

Wer ist für das Forschungsvorhaben verantwortlich?

Zuletzt aktualisiert am 27.06.2018 um 09:22 Uhr

Zur Beantwortung der Forschungsfragen hat die BAG WfbM den Lehrstuhl für Sonderpädagogik V der Universität Würzburg beauftragt.
Die Gestaltung der Zusammenarbeit basiert auf der Projektkoordination durch die BAG WfbM. Ein Projektbeirat mit Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der Bundesagentur für Arbeit sowie der an EvaBi beteiligten Partner wird das Projekt begleiten.

Wie lange wird die Evaluation voraussichtlich dauern?

Zuletzt aktualisiert am 27.06.2018 um 09:23 Uhr

Der Förderzeitraum der Begleitforschung beträgt zwei Jahre und erstreckt sich vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019.